Gewinner im Juli 2018

Auch im Juli gab es wieder zahlreiche Gewinner, denen wir hiermit ganz herzlich gratulieren.

Michael Wenz, Netzanschlussmanager bei der bnNetze ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Fixer. Sein Fahrrad hat er zum Fixie umgebaut – natürlich mit Bremse und Licht – und fährt in 11 Minuten von Merzhausen in die Hans-Bunte-Straße. Morgens geht das allerdings nur, weil die Ampeln noch ausgeschaltet sind. Auf dem Nachhauseweg benötigt er in der Regel die doppelte Zeit. Michael Wenz würde sich einen Radschnellweg nicht nur aus St. Georgen sondern auch aus dem Hexental wünschen.

Roger Vollmer arbeitet bei Charles River und fährt regelmäßig mit dem Fahrrad aus dem Rieselfeld zur Arbeit. Was ihm dabei Sorge bereitet ist die zunehmende Unaufmerksamkeit der Radler durch die Benutzung von Mobiltelefonen und Kopfhörer. E-Bikes könnten hier noch ein zusätzliches Risiko darstellen, da eine vernünftige Einschätzung der eigenen Geschwindigkeit oft nicht gegeben ist, sagt er. Nur durch seine Umsicht konnte er schon mehrmals einen Unfall verhindern. Darum die Bitte: kein Handy auf dem Bike.

Normalerweise verfasse ich nach dem Gespräch mit den Gewinnern immer selbst einen kurzen Text. In diesem Fall haben wir von Mechthild Schneider, die bei TDK-Micronas arbeitet und jeden Tag von St. Peter mit dem Rad nach Freiburg fährt und zurück eine Mail bekommen, die ich so inspirierend und motivierend finde, dass ich sie gefragt habe, ob ich sie direkt zitieren kann. Ich darf. Hier ist sie:


Der Gewinn war wirklich eine schöne Überraschung gestern. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Ja, es ist für mich ein Stück Lebensqualität und ich empfinde es fast schon als ein Privileg mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können und damit auch gleichzeitig noch die Umwelt zu unterstützen. Dafür nehme ich die ca. 55 km und 1200 Höhenmeter gerne in Kauf. Es ist für mich sehr gut investierte Zeit, während der mein Köper und auch meine Seele auftanken können, so dass ich morgens energiegeladener zur Firma gelange und abends ausgeglichener und erholter zu Hause ankomme. Während der Fahrten genieße ich ganz besonders die Natur und die frische Luft. Parkprobleme und Staus gibt es so gut wie gar nicht. Bei den Fahrten in und über die Innenstadt freue ich mich immer wieder über die große Flexibilität verbunden mit dem Kennenlernen von vielen neuen Straßen, Wegen und Ecken in Freiburg, die ich sonst wahrscheinlich nie kennenlernen würde. Wenn es mein Terminkalender erlaubt, fahre ich als Alternative zur abendlichen Strecke übers Ibental auch hin und wieder über das Wagensteigtal und St. Märgen nach Hause. Schweren Herzens sehe daher dem Winter entgegen. All das kann mir die Fahrt mit dem Auto nicht bieten. Ich finde es klasse, dass es die Aktion mit dem Job-Rad gibt. Es ist eine gute Finanzspritze für die Anschaffung eines guten Rades. Gut finde ich auch, dass durch das Projekt Industrieradler Nord Anreize für ein umweltfreundlicheres und gesünderes Pendeln geboten werden.

Einziger Nachteil bei dem Ganzen: Die morgendlichen Fahrten auf der Haupstraße von St. Peter bis Unterglottertal von wo ich dann auf das gut ausgebaute Radnetz in Richtung Denzlingen, Vörstetten und letzendlich ins Industriegebiet Nord abbiege. Dank Gleitzeit kann ich zu Hause etwas später losfahren, so dass ich nicht mehr so viele Autopendler auf der Straße unterwegs sind.

Eigentlich könnte ich noch viel mehr schreiben, weil ich die täglichen Strecken besonders bei schönem Wetter als sehr inspirierend erlebe und es fast wie Urlaub für mich ist. Radfahren gibt mir ein Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit und das direkte Verbundensein mit dem Leben und der Umwelt um mich herum. Es ist für mich Lebensqualität pur den Wechsel der Jahreszeiten mit all den damit verbundenen Gerüchen und Düften zu erleben ohne durch eine störende Blechhülle davon abgeschottet zu sein. Ganz so wie es Max Raabe es in seinem Lied “Fahrrad fahr’n” schreibt.


Dem ist nichts hinzuzufügen. Schöner kann man nicht beschreiben, was das Tolle am Radfahren ist. Es hat nämlich keineswegs etwas mit Askese, sondern eher was mit Wohlbefinden zu tun. Oder wie sagte ein Kollege von mir mal so schön: “Wenn ich mit dem Auto fahre, beginnt für mich der Feierabend, wenn ich zu Hause ankomme. Fahre ich mit dem Rad, beginnt der Feierabend, sobald ich auf dem Rad sitze.”

Peter Weber arbeitet bei TDK-Micronas und kommt jeden Tag mit dem Rad und schätzt sich sehr glücklich, dass er einen Weg hat, der sich gut fürs Radfahren eignet. Auf seinem Weg findet er insbesondere die Stelle gefährlich, an der der Radweg bei der Bahnbrücke auf die Tullastraße trifft. Dort muss man sich als Radler sehr vorsichtig an die Kreuzung herantasten. Die Zinkmatten- und die Hans-Bunte-Straße würde er gern als Einbahnstraßen in verschiedene Richtungen umbauen, damit die Lastwagenfahrer – vor allem auf der Zinkmattenstraße – nicht mehr solche riskanten Überholmanöver machen. Den Vorschlag habe ich bisher noch nicht gehört, finde ihn aber echt gut. Die beiden Straßen sind ja eh fast parallel zueinander.

Für den Gewinn hat er auch schon einen Plan. Das Geld geht in Fitness-Riegel für sein Radsport-Hobby. Viel Spaß damit. 😉